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Markus Lüpertz

Geboren: 1941 in Liberec, Böhmen;
lebt und arbeitet in Düsseldorf und Karlsruhe.

Studium

1956-1961Studium an der Werkkunstschule in Krefeld und an der Düsseldorfer Kunstakademie

Das Werk

Markus Lüpertz zählt zu den zentralen Künstlerfiguren der deutschen Nachkriegszeit. Er hat die moderne Malerei seit den 1960er-Jahren entscheidend mitgeprägt. Im Jahr 1962 zog er nach Berlin und entwickelte dort seine „dithyrambische Malerei“. Der Name bezieht sich auf die späten Hymnen Nietzsches, die Dionysos, dem rätselhaften Gott innerhalb der antiken Götterwelt, gewidmet sind. Die Motive, anhand derer Lüpertz seine neue Malereien entwickelte, blieben denkbar einfach, ja alltäglich. Zwar ging es von einer Kopfform bei seinen ersten „Dithyramben“ aus, aber bald wandelte sich das Motiv zu Zelten, Häusern oder sogar Heuhaufen. Von Anfang an bleibt in seinen Werken spürbar, was sich bis heute nicht aus seiner Arbeit verloren hat: eine grundtiefe Angst. Seine Bilder weisen einen expressiv-figurativen Stil auf, deren Inhalte seit Anfang der 1970er Jahre in ihren stilllebenhaften Arrangements von Gegenständen zahlreiche emblematische, kunsthistorische, kulturgeschichtliche und politische Bezüge aufweisen. Ab 1975 thematisiert er malerische Formprobleme, wobei in den Städtebildern ein flächig-spontaner Pinselstrich als abstrakte Ausgangsform in eine fiktive Architektur erweitert wird. Inhaltlich beziehen sich nun viele Arbeiten auf das Thema des Künstlertums. Seit den 1980er Jahren entstehen auch skulpturale Arbeiten in kolorierter Bronze und mit prägnanter Gestik, welche ähnliche Themen aufgreifen.

Lehrtätigkeit

1974-1986Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe
1983Professor der Sommerakademie Salzburg
1988-2009Rektor der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf

Ausgewählte Ausstellungen

1973Kunsthalle Baden-Baden
1977documenta 6, Kassel
1982documenta 7, Kassel
1986Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
1987Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam
1988Kunsthalle zu Kiel
1989Haus am Waldsee, Berlin
1991Retrospektive, Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid
1992Kunsthaus Nürnberg
1993Museum Ostdeutsche Galerie, Regensburg
1995„Skulpturen in Bronze“, Städtische Kunsthalle Mannheim
2001Städtische Museen Jena
2005Nationalmuseum Breslau, Polen
2007Imperial Museum Beijing, China
2010Albertina, Wien
2014Museo de Bellas Artes, Bilbao
2015Retrospektive, Musée d’art moderne de la ville, Paris
2019Haus der Kunst, München

Auszeichnungen und Ehrungen

1970Villa Romana Award, Florenz
1971Preis des Deutschen Kritikerverbandes
1990Lovis-Corinth-Preis
2004IV. International Prize „Julio González“
2013Internationaler Mendelssohn-Preis zu Leipzig